Archiv der Kategorie 'Schenkelklopfer'

Radio Caroline – ein Schiff wird zur Ikone der Piratensender

Radio Corax Halle- 13.2.14

gut NachhörBar auf englisch.

Text von Corax:
Der bekannteste Piratenradiosender, Radio Caroline, wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Vor der britischen Küste ging 1964 erstmals von einem Schiff ausgehend „Radio Caroline“ auf Sendung. Eine Genehmigung der zuständigen britischen Behörden gab es für den Piratensender nicht. Geschützt in den internationalen Gewässern sendete Radio Caroline Popmusik aus der ganzen Welt. Für die britischen HörerInnen eine Neuheit. So verweigerte sich bislang die BBC der Popmusik mehr Platz im Programm einzuräumen. Bis 1990 sendete Radio Caroline von See, und wurde zum Mythos der unabhängigen Radioszene und zum Wahrzeichen der britischen Pop- und Rockmusikgeschichte. Viele DJs und Radiomoderatoren wurden durch Caroline berühmt. Doch auf dem Schiff ging es nicht nur um das Spielen von unbekannten Platten. Die Radiocrew war für das gesamte Schiff verantwortlich. Wie der Alltag auf Radio Caroline aussah, darüber haben wir uns mit Mike unterhalten. Er war im jahr 1969 für ein paar Monate DJ auf dem Schiff. ***Gespräch in Englisch***

Holy Shit – Fluchen mit Rolf-Bernhard Essig

Radio T Chemnitz – 6.11.13

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Text von Radio T:
Interview mit dem Sprachwissenschaftler und Autor Rolf-Bernhard Essig zum schönen Fluchen.

Die Goldenen Zitronen bei Beatpunk

Beatpunk – 4.10.13

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Text von Beatpunk:

Am letzten Freitag ist auf Buback die neue Platte der Goldenen Zitronen mit dem Titel »Who’s bad?« erschienen. KP Flügel traf Ted Gaier, Mense Reents und Schorsch Kamerun in den Räumen ihres Labels mitten in Hamburg St. Pauli und fragte zurück. Zwischen CAN, DAF und RAF oder oh shit, wer kapiert das?
Das Gespräch beginnt mit dem Gentrifizierungsthema, das in Hamburg seit Jahren sattsam bekannt ist und immer mehr Städte ergreift. Die Frage nach Raum, Auf‑ und Abwertung, Investorenprojekten und Umstrukturierung durchzieht auch das Album. Beim Hören dachte ich nicht allein an die aktuellen Debattenorte in Hamburg: nicht nur an den geplanten Abriss der so genannten »Essohäuser« und mögliche Auseinandersetzungen um die weitere Zukunft der »Roten Flora«. Vielmehr, so meine Interpretation, könnte »Who’s Bad« als fulminant-energischer Soundtrack zum Nichtfunktionieren der »Recht auf Stadt«-Bewegung verstanden werden.
Etwas irritiert und überrascht antwortet Ted Gaier auf mein Nachhaken, dass es Songs wie ihr Agitprop-Stück für die »Essohäuser« möglicherweise nicht bedürfte, wenn so etwas wie das »Recht auf Stadt«-Netzwerk funktionieren würde: »Na ja, das wäre ja die Behauptung, dass es das gar nicht braucht, kulturelle Unterstützung für politische Inhalte.« Und weiter: »Na gut, Songs braucht es. Wenn man sie hat, ist schon mal besser, als wenn man sie nicht hat.« In den USA wäre die Yippiebewegung ohne MC 5’s »Kick out the Jams« auch nicht so geil gewesen. Dem ist nicht zu widersprechen… Ted Gaier führt das Gespräch weg von Hamburg und weg von den öde und verschlagwortet geführten Diskussionen in dieser Stadt.
Das gefiel mir. Da kann man weiter machen. Ich sprang zum schönen Satz aus dem Pressetext, dass die neue Platte da ansetzen würde, wo Can, DAF und RAF aufgehört haben – als es gerade anfing, interessant zu werden. Das mach ich jetzt auch. Das Interview, das ich für die Radio-FSK-Sendung »neopostdadasurrealpunkshow« geführt habe, könnt ihr Euch hier vor der Ausstrahlung in voller Länge anhören.

Ein Fest gegen die BRD – Die Münchener Jugendrevolte „Freizeit 81″ und ihre Folgen

radioFeature – Bayern 2 – 13.7.13

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Text von radioFeature:
Frühe 80er Jahre: Hausbesetzungen und „Chaostage“ in der BRD, Punk und No-Future-Lebensgefühl auch in München. Einige Jugendliche nennen sich ‚Freizeit 81‘, üben spontan Widerstand gegen das „System“ und zahlen einen hohen Preis.

Thomas Wolfe: Oktoberfest – Munich almost killed me

radioTexte – Bayern 2 – 17.9.13

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Text von radioTexte:
„München hat mich beinahe umgebracht“, schrieb der Bier- und Blondinenfreund und Autor Thomas Wolfe 1928. Sein Besuch des legendären Oktoberfests endete mit einer gebrochenen Nase. Ein Bericht über Festbier, Tracht und Prügel, gelesen von Udo Wachtveitl Der bekennende Blondinen- und Bierfreund Thomas Wolfe besuchte 1926 die Wiesn und war von München und der Liberalitas bavariae tief beeindruckt. Ein Jahr später besuchte der amerikanische Nobelpreisträger und Bonvivant erneut die bayerische Biermetropole und das Oktoberfest. Doch dieses Mal blieb es auf der Festwiese nicht nur bei der von ihm so geschätzten Bierseligkeit.

Es muss ein Stück vom Hitler sein – Faschismus zwischen Fetischismus und Aufklärung

Bayerisches Feuilleton – Bayern 2 – 6.6.09

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Text vom Bayerischen Feuilleton:
Ein Geschirrtuch aus dem Kehlsteinhaus, eine Puderdose von Eva Braun oder gar ein Aquarell, signiert A.H.: Der Handel mit Nazi-Devotionalien floriert, nie waren sie so teuer wie heute.

Haarproben für Innenministerin – Flashmob anlässlich neuer Pläne Mikl-Leitners zur Drogenprävention

Radio Orange Wien – 25.2.13

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Text von Radio Orange:
Haaranalysen sollen bei Verdacht auf Suchtmittelgebrauch helfen, Jugendliche vor Drogenkarrieren zu schützen, so die Vorstellungen von Innenministerin Mikl-Leitner, die im Rahmen eines Pilotprojekts in Ostösterreich schon bald Realität werden sollen. Die Aktionsgruppe Screaming Birds rief dazu auf, die totale Überwachung und präventive Kriminalisierung aller zu unterstützen, und desalb am 20. Feber Haar- und Urin-Proben vor das Innenministerium zu bringen. Zirka 60 gute Staatsbürger_innen folgten dem Aufruf. Für die musikalische Begleitung sorgten zwa Voitrotteln, …

Hans Söllner, Musiker

Eins zu Eins – Der Talk – Bayern 2 – 26.10.12

hier zuhören

Text von Eins zu Eins:
Für die einen ist er ein bayerischer Rebell, einer der keine Ruhe gibt und kein Blatt vor den Mund nimmt; für die anderen schlicht ein „wuida Hund“: Hans Söllner, Liedermacher und bekennender Marihuana-Raucher, kann gar nicht anders, als sich aufzulehnen gegen die Obrigkeit – ein bayerischer Widerborst.

Erich Mühsam – „Das Leben schreit!“

radioWissen – Bayern 2 – 8.1.12

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Text von radioWissen:
Erich Mühsam – der „Schwabinger Kaffeehausliterat“ mit scharfem Verstand und ausschweifendem Liebesleben. In die Geschichte eingegangen aber ist Mühsam vor allem als Vertreter der Münchner Räterepublik und – als eines der ersten Opfer in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager.

Der Spott – Eine gefährliche Waffe

radioWissen – Bayern 2 – 4.1.12

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Text von radioWissen:
Grob und derb wird der Gegner und das, was ihm lieb ist, lächerlich gemacht – seine Person, seine Leistungen, seine Wertvorstellungen. Aber auch fein und hintergründig wird gespottet – bei Dichtern und Denkern wie Heine und Nietzsche.

Harry Rowohlt, Schriftsteller und Übersetzer

Eins zu Eins – Der Talk – Bayern 2 – 8.1.12

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Text von Eins zu Eins:
Harry Rowohlt gilt derzeit als einer der kompetentesten und begnadetsten Rezitatoren komischer Texte. Seine Lesungen, von ihm „Schausaufen mit Betonung“ genannt, gelten als legendär. Seine Neuübersetzung und Lesung von Winnie the Pooh machte seine Stimme auch in Deutschland bekannt.

Dr. Edmund Stoiber, bayerischer Ministerpräsident a. D.

Eins zu Eins – Der Talk – Bayern 2 – 26.10.12

reinhören und – ziehen

Text von Eins zu Eins:
„Weil die Welt sich ändert“ – so lautet der Titel von Edmund Stoibers kürzlich erschienener Autobiographie, in der er auf sein Leben und politisches Wirken zurückblickt.

Noch‘n Witz: EU kriegt Friedensnobelpreis

Radio Unerhört Marburg (RUM) – 12.12.12

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Text von RUM:
Das Nobelpreiskomitee läßt einen springen: über 60 Jahre kein Krieg zwischen den Mitgliedsstaaten der EU bzw. ihrer Vorläuferorganisationen – das ist schon mal einen Friedensnobelpreis wert. Ob man darüber lachen muß oder weinen soll, das ist Gegenstand des Gesprächs mit Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen.

Georg Kreisler – Ein Spitzbube mit Verschwörerlächeln

RadioWissen – Bayern 2 – 18.9.12

Link

Text von RadioWissen:
Georg Kreisler, 1922 in Wien geboren, emigrierte 1938 in die USA. Er diente als Soldat in der US-Army und arbeitete später als Sänger in New York. Nach seiner Rückkehr nach Wien im Jahr 1955 wurde er als Schriftsteller, Komponist und Interpret seiner 600 geistreichen Lieder bekannt.

Bonsels: Die Biene Maja

radioTexte – Bayern2 – 5.5.12

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Beschreibung von RadioTexte:
Sie ist eben nicht als nette Zeichentrickfigur auf die Welt gekommen, sondern viel zickiger und viel älter, als mancher so denkt: 100 Jahre wird Waldemar Bonsels „Biene Maya“, das berühmteste Insekt der Literaturgeschichte. Schnippisch, durchaus eitel, manchmal naiv fliegt sie durch ihre Welt, und Geschöpfe wie der Mistkäfer Kurt, der sich gerne als Rosenkäfer ausgibt und ungerührt halbe Regenwürmer verspeist, oder die unglaublich egonzentrische Fliege Puck, die meint, ihren Menschen gezähmt zu haben, halten Lesern und Hörern jeden Alters heute und gestern den Spiegel vor.

Helmut Qualtinger – Der Virtuose des Unbehagens

radioWissen – Bayern 2 – 8.5.12

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Text von radioWissen:
Helmut Qualtinger gilt als Wiener Original – war gallig-bissiger Kabarettist, Volkskritiker, Schauspieler, Autor und Sänger. In den 1970er Jahren gastierte er mit Lesungen eigener und fremder Texte. Als Schauspieler brillierte er auch in der Verfilmung von Ecos „Der Name der Rose“.

Sprach-Profiler Raimund Drommel

Eins zu Eins – Der Talk – Bayern 2 – 16.2.12

abhörbar

Text von Eins zu Eins: Bei „Was bin ich?“ hätte wohl kaum jemand seinen Beruf erraten. Raimund Drommel ist „Sprachprofiler“. Er ermittelt Verbrecher anhand ihres Sprachstils. Ob in Erpresserbriefen, Bekennerschreiben oder – neuerdings – in Internetforen, überall verrät der Gebrauch der Sprache viel über den, der den Text geschrieben hat. Diese Informationen wertet Raimund Drommel aus.

Klappentext von Drommels Buch „Der Code des Bösen“: „Auch wenn der Täter Handschuhe trägt – sein sprachlicher Fingerabdruck verrät ihn: Eine junge Frau hat vermeintlich Selbstmord begangen, doch ihr Abschiedsbrief entlarvt den Mörder. Ein Industrieller wird verschleppt, das Erpresserschreiben wird den Entführern zum Verhängnis. Raimund H. Drommel ist Deutschlands renommiertester Sprachprofiler. Erstmals erzählt er seine spektakulärsten Fälle aus 25 Jahren, gewährt Einblicke in seine Methoden und entschlüsselt den Code des Bösen. Raimund H. Drommel ist kein normaler Profiler, er ist der weltweit führende Sprachprofiler. Er klärt Verbrechen auf, indem er Schriftstücke und Sprachnachrichten auf sprachliche Besonderheiten untersucht und so den Urheber bestimmt. Denn unsere Sprache ist beinahe ebenso verräterisch wie ein Fingerabdruck: Jeder Mensch bedient sich einer Sprache, die ihm so auf den Leib geschrieben ist, dass er daran fast genauso sicher zu ermitteln ist wie an den Rillen seiner Finger. Nahezu täglich analysiert der Sprachkriminalist Erpresserschreiben, Drohbriefe, Tagebücher, Abschiedsbriefe und anonyme Anrufe für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte, aber auch im Auftrag von Unternehmen oder Privatleuten. Von Mobbing und anonymen Verleumdungen über Erpressungen und Entführungen bis hin zu spektakulären Politaffären und Morden: Mit Raimund H. Drommel legt erstmals ein Sprachprofiler seine Methoden offen und zeigt, was ihre Sprache über die Täter verrät. Atemberaubend, abgründig – und wahr!“

Georg Kreislers Abschied von der Bühne

radioSpitzen – Bayern2 – 23.12.2011

AbhörBar

Text von radioSpitzen: Fast sieben Jahrzehnte stand er auf der Bühne: Georg Kreisler, der Meister des makabren Chansons. Wie kaum ein anderer hat er die Tradition des 20er-Jahre Couplets, die Verbindung satirischer Texte mit virtuosem Klavierspiel, bewahrt und weitergeführt. Wir waren bei einem seiner letzten Auftritte im Juni dabei …

Das Baumhaus an der Mauer

Küchenradio – 28.10.09

Einlass

Beschreibung vom Küchenradio:
Mehmet Kalin und sein Vater Osman haben das “Baumhaus an der Mauer” gebaut. Die Mauer ist weg, das Baumhaus ist noch da. Es ist das einzige Hause in einer namenlosen Straße, die aber, wenn für die Kalins alles so läuft wie in den letzten 20 Jahren, bald Osmanstraße heißen könnte, benannt nach dem Erbauer des “Baumhauses an der Mauer”. DocPhil auf Hausbesuch.

Bluts-Brüderle Winnetou oder: „deshalb bin ich in der FDP“

Deutschland Radio – 18.11.2011 – 1min. 14sek.

abhören und -brechen

Beschreibung von Matthias Dell auf dessen Blog beim Freitag: Der Deutschlandfunk hat sich den Spaß gemacht, zu diesem Vorlesetag Politiker nach ihren frühen Lesegewohnheiten und heutigen Vorleseerfahrungen zu fragen. Schon vor eineinhalb Jahren war eine ähnliche Umfrage unter den DLF-Moderatoren nach dem je liebsten Buch sehr instruktiv (Dirk Müller: „Lucky Luke, Band 34, Der Psycho-Doc“). Nun erfährt man unter anderem, dass Hubertus Heil „Prinzessin Lillifee“ gewöhnungsbedürftig findet. Highlight ist aber das „Winnetou“-Bekenntnis von Rainer Brüderle (FDP). Brüderle erklärt, dass er natürlich „für die vermeintlichen Underdogs, weitgehend ausgerottet“ war, und seine Sympathien „nicht bei den Militäreinheiten, die die Apachen bekämpft haben“ lag. Da kann man kurz stutzen, ob Karl May wirklich schon so postkolonial geschrieben hat, wie Brüderle („Bin dann auch öfter bei Fastnacht als Indianer rumgelaufen, für die Silberbüchse hat’s nie gelangt, für die braune Gesichtsfarbe ja“) ihn hier liest – die Militäreinheiten etwa kommen bei May doch zumeist als Kavallerie im Namen der guten, versöhnlichen Sache zum Einsatz. Und Brüderles Eindruck, die Lektüre habe früh „Liberalismus, Menschenrechte, ähnliches mit einimpfen“ geholfen, kann man ebenfalls in Zweifel ziehen – als politische Figur stellt man sich Winnetou am ehesten als parteilosen, christlich basierten Universalhumanisten vor. Die schönste Stelle ist dem kurzen Statement ist aber die folgende: „Mein Herz war immer bei den Kleineren, deshalb bin ich auch bei der FDP, und bei den Unterdrückten, deshalb bin ich ja auch für Minderheitsrechte.“ Man traut seinen Ohren nicht; beim ersten Hören klingt Brüderle wie die Satire, die das Kabarett über die FDP erst machen würde. Aber Rainer Brüderle meint das ernst – nach Jahrzehnten in der Politik: dass seine Partei, die FDP, die Partei der Kleineren und Unterdrückten sei. In dieser Selbstbeschreibung steckt das ganze Drama dieser einst stolzen Partei. Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Christoph Heinemann, der DLF-Moderator, hat sich bei der Abmoderation fürs Lachen entschieden.




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