Archiv der Kategorie 'Literatur'

Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland

Hörspiel Pool – Bayern 2

Teil 1: Jugend

Beschreibung vom BR: Als er als Student in Frankreich den Ausbruch des Ersten Weltkrieges erlebt, reist der Patriot Ernst Toller nach Deutschland, meldet sich freiwillig als Soldat und wird Unteroffizier. 1933 erschien im Amsterdamer Exilverlag Querido „Eine Jugend in Deutschland“, der autobiographische Roman des expressionistischen Autors Ernst Toller.

Teil 2: Revolution

Beschreibung vom BR: An der Front lernte er den Krieg aus nächster Nähe kennen. Von den Grausamkeiten des Krieges und dem Massensterben erschüttert, schwindet der Enthusiasmus für den Kampf für das Vaterland schnell.

Teil 3: Gefängnis

Beschreibung vom BR: Durch seinen Einsatz an der Front zum entschiedenen Kriegsgegner geworden, kämpft Toller in München an der Seite Kurt Eisners gegen die Verantwortlichen des Kriegs.

Das „Scheißleben“ von Andreas Altmann

Eins zu Eins -Der Talk – Bayern 2 – 23.2.12

nachhörbar

Text von Eins zu Eins: „Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend.“ Das ist der Titel des neuen Buches von Andreas Altmann. Ein Titel, der drastisch klingt, ein Buch, das drastisch ist. Und Deutschland liest Andreas Altmann, das „Scheißleben meines Vaters…“ steht nach seinem Erscheinen wochenlang auf den Bestsellerlisten.

Die Tagebücher des Erich Mühsam – Lesung und Biographisches

Freies Sender Kombinat Hamburg – 24.12.2011

Link zu Teil 1 und Teil 2

Beschreibung von FSK: 15 Jahre lang, von 1910 bis 1924, hat Erich Mühsam, der berühmteste deutsche Anarchist, sein Leben festgehalten: ausführlich, stilistisch pointiert, schonungslos auch sich selbst gegenüber und niemals langweilig. Was diese Tagebücher so fesselnd macht, ist der wache Blick des Weltveränderers. Mühsam wollte Anarchie praktisch ausprobieren. Anarchie hieß für ihn: Leben ohne moralische Scheuklappen, ohne Rücksicht auf Konventionen – und er bewies, dass es geht. Auch das Schreiben ist Aktion, in allen Sätzen schwingt die Erwartung des Umbruchs mit, den er tatsächlich mit herbeiführt: Die Münchner Räterevolution ist auch die seine, und die Rache der bayerischen Justiz trifft ihn hart. Mühsams Tagebücher sind ein Jahrhundertwerk, das es noch zu entdecken gilt, sie erscheinen in 15 Bänden – und zugleich als Online-Edition. Die von Chris Hirte und Conrad Piens gewissenhaft edierten Textbände werden im Internet unter www.muehsam-tagebuecher.de veröffentlicht, begleitet von einem Anmerkungsapparat mit kommentiertem Namenregister, Sacherklärungen, ergänzenden Materialien, Suchfunktionen – es entsteht eine historisch-kritische Ausgabe.
In dem ersten Band geht es vor allem um Mühsams zentrale Rolle in der Münchener Boheme. Erich Mühsam, geboren am 6. April 1878 in Berlin, war ein Dichter und politischer Publizist. Er war maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wofür er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt wurde. 1933 wurde er verhaftet und am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg von der SS-Wachmannschaft ermordet.
Chris Hirte war Mitherausgeber der Erich-Mühsam-Werkausgabe beim Verlag Volk und Welt (1978-1985). Seine Mühsam-Biographie erschien 1985 im Verlag Neues Leben. 1994 veröffentlichte er bei dtv München eine Auswahl aus den Tagebüchern. Seit 2009 arbeitet er gemeinsam mit Conrad Piens an der Gesamtausgabe der Tagebücher.

Sepp Bierbichler liest aus „Mittelreich“

radioTexte – Bayern 2 – 21.8.2011

Episode1

Episode 2

Episode 3

Beschreibung von radioTexte: Eigentlich wollte Pankraz Musiker werden, aber nach den Stürmen des Himmels und der kriegerischen Zeiten wird er dann doch Seewirt, Familienoberhaupt, ländlicher Unternehmer im leuchtend gelben Bauernrenaissanceschlösschen, draußen vor den großen Toren der Stadt „Minga“, direkt am Seeufer. Mehr und mehr kommen Städter aufs Land, seit die Bahn hinausfährt. Aus Füllwörtern wie Wochenendvilla und Baden werden Bedürfnisse. Mit den Gästen zieht etwas Welt aufs Land, versöhnen sich Norden und Süden, scheinbar wenigstens. Bis Fremde auf Dauer kommen, Zwangsarbeiter, Flüchtlinge, Menschen wie Viktor, der Bankangestellte aus Polen; Herr Hanusch, dem die Russen die Heimat nahmen, das feine, aber falsche Fräulein Zwittau, das nach Jahrzehnten für eine große Überraschung sorgt. Es kommen Kriegsversehrte, Armamputierte, Beinlose, Verwirrte und später die „Itaker“ in ihren himmelblauen Kunststoffhemden, die wissen, wie man mit Frauen umgeht. Sie alle bringen ihre Geschichten mit, als Täter und Opfer, als Hochstapler und Traumatisierte, vom Schicksal Getriebene, bis sich aus der Fülle der Biographien ein großes Panorama des 20.Jahrhunderts ergibt, von den großen Kriegen über Adenauerdeutschland bis zur Pershing-Debatte. Ein Spiegel des ganzen Landes, aber regional verwurzelt, fesselnd und mit enormer Verve erzählt in einer drängenden, energiegeladenen Sprache, die ihren Ursprung im Bairischen hat, aber zur Kunstsprache geworden ist. Erfundene Geschichten, die alle im wahren Leben gründen. Aus Bauernland werden Badeplätze, aus den Sensen motorisierte Maschinen in diesem Dorf am See, das zur Bühne wird für Stammtischreden und Sauschlachten, Familiendramen und Ehetragödien, Streuwiesenmähen und Währungsreform. Erzählt von einem „Chronisten“, der auf der Hälfte des opulenten Romans plötzlich „Ich“ sagt und sich als Sohn des Seewirts erweist. Wucht und Wut, Not und Verzweiflung, die ganz großen Gefühle schwingen in seiner Erzählung immer mit, erst recht, wenn es um fröhliche Pater und die Klosterschule geht. – Josef Bierbichler, dem wirkungsvollen Theater- und Filmschauspieler, ist mit „Mittelreich“ ein ganz großer Wurf gelungen, ein Glücksfall der Erzählkunst, spannend, drastisch, schmerzhaft, sensibel.




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