Archiv der Kategorie 'Damals'

Emiliano Zapata – Nicht auf den Knien leben

radioWissen – Bayern2 – 8.8.16


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Text von radioWissen:
Nahezu ein Jahrzehnt kämpfte Emiliano Zapata in Mexiko für die Rechte der unteren Schichten und erzielte erstaunliche Erfolge. Sein gewaltsamer Tod am 10. April 1919 machte Zapata zum Mythos. Autor: Herbert Becker

Die „angebliche“ Indianerverfolgung in Paraguay

Das Feature – Deutschlandfunk- 26.4.16

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Text vom Deutschlandfunk:
In Paraguay putschte sich 1954 der deutschstämmige Diktator Alfredo Stroessner an die Macht. 35 Jahre lang ließ er Widersacher unterdrücken: landlose Bauern, Kommunisten und demokratische Parteien. 1972 rüttelte ein deutscher Ethnologe die Weltöffentlichkeit auf und berichtete von Menschenjagden auf die Aché-Indianer.

Georg Elser – Ein Dorf und sein einsamer Held

RadioWissen – Bayern2 – 31.12.2015

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Text von RadioWissen:
Am 8. November 1939 scheiterte der Schreiner Georg Elser im Münchner Bürgerbräukeller mit einen Anschlag auf Adolf Hitler. In seinem schwäbischen Heimatort Königsbronn war man noch Jahrzehnte nach dem Krieg nicht stolz darauf.

Interview Serdar Somuncu

Eins-zu-Eins Der Talk – Bayern 2 – 28.4.15

Serdar Somuncu, Kabarettist

„Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung“, findet Serdar Somuncu. Und deshalb provoziert er als „Hassprediger“ in seinen Bühnenshows ohne Rücksicht auf jegliche Regeln der politischen Korrektheit.

Das Massaker von Unterdeschenried

Zeit für Bayern – Bayern 2 – 15.6.2014

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Text von Zeit für Bayern:
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges: Getrieben von SS-Leuten treten Häftlinge den Todesmarsch von Flossenbürg nach Dachau an. Viele werden erschossen. Der einzige, der das Massaker unverletzt überlebt, ist David Tennenbaum.

Terra Preta – Schwarze Erde für eine goldene Zukunft?

radioWissen – Bayern 2 – 17.07.2014

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Text von radioWissen:
Jährlich gehen auf der Welt riesige Mengen fruchtbarer Böden durch Erosion
verloren, der verbliebene Humus wird immer schlechter. Ist eine uralte, indigene
Methode der Kompostierung die Lösung?

Leonhard Frank: Ein Kellner zieht zu Felde gegen den Krieg

radioTexte – Bayern 2 – 10.08.14

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Text von radioTexte:
Eigentlich ist Robert der unscheinbare Kellner eines Hotelrestaurants. Als er
Vater eines Jungen wird, dreht sich alles nur noch um Kinderzimmer und
Kinderspielzeug – Trommeln, Säbel, Schießgewehrchen. Alle Hoffnung wird auf den
Jungen projiziert. Er soll es einmal besser haben als die Eltern. 1914 kommt der
Krieg, der Sohn wird Soldat, und der Vater fragt sich verzweifelt, ob er versagt
hat. – In einem Kaffeehaus hatte Leonhard Frank 1916 die Idee zur Geschichte des
Kellners, die in einer großen Rede für den Frieden mündet und deutlich
expressionistische Züge trägt. Leonhard Frank war Pazifist, Sozialist und bei
der Revolution 1918 Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in München. Ein
Schreinersohn aus Würzburg, ein „verbrannter Dichter“ 1933, der ins
amerikanische Exil ging und nach dem Krieg wieder in München lebte. Peter Fricke
liest die Antikriegsnovelle „Der Kellner“ von Leonhard Frank im Jahr 2014, 100
Jahre nach Ausbruch des 1.Weltkriegs.

Christine de Pizan – Visionäre Feministin des Mittelalters

radioWissen – Bayern 2 – 09.07.2014

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Text von radioWissen:
Die französische Denkerin und Schriftstellerin Christine de Pizan entwickelte
schon Ende des 14. Jahrhunderts die Vision einer Gesellschaft, in der Frauen
gleichberechtigt sind und nicht unterdrückt werden.

Die Landkommune – Eine Reise in die Provinz

Bayerisches Feuilleton – Bayern 2 – 12.4.14

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Text von Bayern 2:
Die Idee, die Stadt mitsamt ihren Zwängen hinter sich zu lassen und sein Heil in der Flucht aufs Land zu suchen, ist so alt wie der Zivilisationsüberdruss und die Sehnsucht nach gelebter Utopie. Vor allem in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts fiel diese Idee bei den Anhängern alternativer Formen des Zusammenlebens auf fruchtbaren Boden. – Joseph Berlinger ist in die Provinz gereist, um einige der letzten Landkommunen aufzuspüren – und die Veteranen einer gelebten Utopie zu befragen.

Die Geschichte der Müllentsorgung

17grad – 22.4.14

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Text von 17grad:
Wir schreiben das Jahr 2014 nach Christus und befürchten das Schlimmste: Zum 200. Jahrestages der Einführung der organisierten Müllentsorgung in London werden in den kommenden Monaten umtriebige Autoren, Experten, Analysten und Dokumentarfilmer mit ihren Radio-Features, Reportagen und TV-Beiträgen Unsummen an Sendezeit und Feuilletonseiten füllen und uns mit zerrütteten Nerven und leerem Kopf auf der medialen Wallstatt zurücklassen. Unser gutgemeinter Rat diesbezüglich: Hören Sie JETZT gut zu und schalten Sie danach einfach ab.

Radio Caroline – ein Schiff wird zur Ikone der Piratensender

Radio Corax Halle- 13.2.14

gut NachhörBar auf englisch.

Text von Corax:
Der bekannteste Piratenradiosender, Radio Caroline, wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Vor der britischen Küste ging 1964 erstmals von einem Schiff ausgehend „Radio Caroline“ auf Sendung. Eine Genehmigung der zuständigen britischen Behörden gab es für den Piratensender nicht. Geschützt in den internationalen Gewässern sendete Radio Caroline Popmusik aus der ganzen Welt. Für die britischen HörerInnen eine Neuheit. So verweigerte sich bislang die BBC der Popmusik mehr Platz im Programm einzuräumen. Bis 1990 sendete Radio Caroline von See, und wurde zum Mythos der unabhängigen Radioszene und zum Wahrzeichen der britischen Pop- und Rockmusikgeschichte. Viele DJs und Radiomoderatoren wurden durch Caroline berühmt. Doch auf dem Schiff ging es nicht nur um das Spielen von unbekannten Platten. Die Radiocrew war für das gesamte Schiff verantwortlich. Wie der Alltag auf Radio Caroline aussah, darüber haben wir uns mit Mike unterhalten. Er war im jahr 1969 für ein paar Monate DJ auf dem Schiff. ***Gespräch in Englisch***

Longo Mai Ausstellung: Die Utopie der Widerspenstigen

Radio Dreyeckland Freiburg – 28.10.13

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Text von Radio Dreyeckland:
Im Rahmen der Ausstellung „Die Utopie der Widerspenstigen“ über die 40 Jährige Geschichte von Longo Mai diskutieren am 29. Oktober die Philosophen Stefan Brodbeck und Hans Saner über die Frage «Ist Utopie eine Laune oder eine Notwendigkeit?» mit Hannes Reiser von Longo maï und dem Publikum. Leitung: Nadine Reinert. Im Vorfeld haben wir uns mit dem Büro von Longo Mai in Basel unterhalten.

Die Goldenen Zitronen bei Beatpunk

Beatpunk – 4.10.13

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Text von Beatpunk:

Am letzten Freitag ist auf Buback die neue Platte der Goldenen Zitronen mit dem Titel »Who’s bad?« erschienen. KP Flügel traf Ted Gaier, Mense Reents und Schorsch Kamerun in den Räumen ihres Labels mitten in Hamburg St. Pauli und fragte zurück. Zwischen CAN, DAF und RAF oder oh shit, wer kapiert das?
Das Gespräch beginnt mit dem Gentrifizierungsthema, das in Hamburg seit Jahren sattsam bekannt ist und immer mehr Städte ergreift. Die Frage nach Raum, Auf‑ und Abwertung, Investorenprojekten und Umstrukturierung durchzieht auch das Album. Beim Hören dachte ich nicht allein an die aktuellen Debattenorte in Hamburg: nicht nur an den geplanten Abriss der so genannten »Essohäuser« und mögliche Auseinandersetzungen um die weitere Zukunft der »Roten Flora«. Vielmehr, so meine Interpretation, könnte »Who’s Bad« als fulminant-energischer Soundtrack zum Nichtfunktionieren der »Recht auf Stadt«-Bewegung verstanden werden.
Etwas irritiert und überrascht antwortet Ted Gaier auf mein Nachhaken, dass es Songs wie ihr Agitprop-Stück für die »Essohäuser« möglicherweise nicht bedürfte, wenn so etwas wie das »Recht auf Stadt«-Netzwerk funktionieren würde: »Na ja, das wäre ja die Behauptung, dass es das gar nicht braucht, kulturelle Unterstützung für politische Inhalte.« Und weiter: »Na gut, Songs braucht es. Wenn man sie hat, ist schon mal besser, als wenn man sie nicht hat.« In den USA wäre die Yippiebewegung ohne MC 5’s »Kick out the Jams« auch nicht so geil gewesen. Dem ist nicht zu widersprechen… Ted Gaier führt das Gespräch weg von Hamburg und weg von den öde und verschlagwortet geführten Diskussionen in dieser Stadt.
Das gefiel mir. Da kann man weiter machen. Ich sprang zum schönen Satz aus dem Pressetext, dass die neue Platte da ansetzen würde, wo Can, DAF und RAF aufgehört haben – als es gerade anfing, interessant zu werden. Das mach ich jetzt auch. Das Interview, das ich für die Radio-FSK-Sendung »neopostdadasurrealpunkshow« geführt habe, könnt ihr Euch hier vor der Ausstrahlung in voller Länge anhören.

Ein Fest gegen die BRD – Die Münchener Jugendrevolte „Freizeit 81″ und ihre Folgen

radioFeature – Bayern 2 – 13.7.13

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Text von radioFeature:
Frühe 80er Jahre: Hausbesetzungen und „Chaostage“ in der BRD, Punk und No-Future-Lebensgefühl auch in München. Einige Jugendliche nennen sich ‚Freizeit 81‘, üben spontan Widerstand gegen das „System“ und zahlen einen hohen Preis.

Elfriede Jelinek: Rechnitz

Hörspiel Pool – Bayern 2

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Text vom Hörspiel Pool:
Am 24. März 1945, dem Samstag vor Palmsonntag, treffen in Rechnitz etwa 200 vornehmlich jüdische Gefangene ein, die aufgrund ihres Erschöpfungs- oder Krankheitszustandes nicht mehr zu Zwangsarbeiten herangezogen werden können. Auf dem nahegelegenen Schloss Rechnitz veranstalten Graf Ivan von Batthyány und seine Frau Margit, geborene Thyssen-Bornemisza, an diesem Abend ein Gefolgschaftsfest für die örtlichen Nazi-Führung. Gegen 23 Uhr rekrutiert der Ortsgruppenleiter Franz Podezin eine 14- oder 15-köpfige Gruppe unter den Festteilnehmern zur Liquidierung der arbeitsunfähigen Gefangenen. Kaum zwei Stunden ist die Gruppe vom Fest abwesend, dann kehrt sie von ihrer Tat zurück und feiert mit den anderen Gästen bis in die frühen Morgenstunden weiter. Keine vier Tage später wird Rechnitz von der Roten Armee eingenommen. Von den Teilnehmern an der Massenhinrichtung werden später lediglich zwei zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt, alle anderen können sich entweder durch Flucht einer Verurteilung entziehen, oder werden, wie der Graf und die Gräfin, niemals belangt. Bis heute sind die Überreste der Ermordeten verschwunden.

Michel Foucault – Was macht Macht?

radioWissen – Bayern 2 – 11.9.13

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Text von radioWissen:
Der französische Philosoph Michel Foucault ist einer der einflussreichsten kritischen Denker der Moderne. Ihn interessierte, wie Macht entsteht, wozu sie benutzt wird und was sie aus Menschen machen kann.

Bernd Drücke über den Antifaschisten Paul Wulf und „Münsters Geschichte von unten“

Stadtradio Münster – 27.9.13

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Text vom Stadtradio Münster:
Paul Wulf (1921 – 1999) war ein Münsteraner Antifaschist, Anarchist und Bewegungsaktivist. 1938 wurde er von den Nazis als „Lebensunwerter“
zwangssterilisiert. 1991 erhielt Paul Wulf für seine Aufklärungsarbeit und seine antifaschistischen Ausstellungen das Bundesverdienstkreuz. Bis zu seinem Tod blieb er eine wichtige Stimme auch der 350.000 Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus zwangssterilisiert worden waren.
Für die „skulptur.projekte.münster 07″ hat die Frankfurter Künstlerin Silke Wagner zusammen mit dem Münsteraner Umweltzentrum-Archiv e.V. das Projekt „Münsters Geschichte von unten“ entwickelt. Es besteht aus der Internetseite www.uwz-archiv.de und der 3,40 Meter großen Paul-Wulf-Skulptur auf dem Servatiiplatz Münster. Dr. Bernd Drücke (Freundeskreis Paul Wulf) hat als Mitglied des UWZ-Archiv-Vereins das Projekt zusammen mit Silke Wagner konzipiert und die Texte für Skulptur und Homepage geschrieben. Am 4.
September 2013 führte Klaus Blödow vom Medienforum Münster mit ihm das folgende Interview zur Geschichte Paul Wulfs und der Skulptur.

Thomas Wolfe: Oktoberfest – Munich almost killed me

radioTexte – Bayern 2 – 17.9.13

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Text von radioTexte:
„München hat mich beinahe umgebracht“, schrieb der Bier- und Blondinenfreund und Autor Thomas Wolfe 1928. Sein Besuch des legendären Oktoberfests endete mit einer gebrochenen Nase. Ein Bericht über Festbier, Tracht und Prügel, gelesen von Udo Wachtveitl Der bekennende Blondinen- und Bierfreund Thomas Wolfe besuchte 1926 die Wiesn und war von München und der Liberalitas bavariae tief beeindruckt. Ein Jahr später besuchte der amerikanische Nobelpreisträger und Bonvivant erneut die bayerische Biermetropole und das Oktoberfest. Doch dieses Mal blieb es auf der Festwiese nicht nur bei der von ihm so geschätzten Bierseligkeit.

Kropotkin und die Frage der sozialen Verantwortung

SWR 2 – 30.6.13

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Hinweis auf die Sendung vom A-Radio Berlin:
„Erneut präsentierte der Autor und Radiomacher Rolf Cantzen („Weniger Staat – mehr Gesellschaft. Freiheit, Ökologie, Anarchismus“) am vergangenen 28. Juni 2013 eine Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu einem der anarchistischen Klassiker*innen: Im Beitrag bei SWR2 geht es um Peter Kropotkin (1842 – 1921), dem Begründer des sogenannten „Anarcho-Kommunismus“ oder „anarchistischen Kommunismus“.“

Die Revolution in Ägypten

Anarchistisches Radio Berlin – 15.7.13

leicht veraltet, aber trotzdem nachhörbar

Text vom A-Radio:
Ägypten ist vielen bekannt als Urlaubsland mit denn mysteriösen Pyramiden von Gizeh und den zauberhaften Wüstenoasen sowie Sonne, Strand und fabelhaften 24 Grad. Im letzten Winkel der Wüste treibt der Wind Plastiktüten vor sich her und in Kairo spürt man auf der Haut und in der Nase wie schadstoffbelastet die Luft ist. Autoabgase, Industrieschlote und Abfall, der nur zum Teil abtranspotiert wird und dessen Reste in der Straße verrotten und verbrannt werden, bilden eine giftige Mischung – und irgendwie stört es niemand. Bevölkerungsexplosion, Wirtschaftsmiseren, Korruption in den Ämtern, Landenteignungen, Nahrungs- und Treibstoffmangel sind Probleme, welche die Menschen beschäftigen. Schon 1993 warnte die United States Agency for International Development vor den sich verschlechternden Lebensbedingungen in Ägypten. 2004 kam es zu den ersten offenen Demonstrationen gegen Mubarak und sein Regime, im April 2008 zum ersten Generalstreik des Landes und 2011 zur Revolution, welche den Sturz von Präsident Muhammad Husni Mubarak zur Folge hatte. Das Militär übernahm die Führung des Landes und ein neuer Präsident Mohammed Mursi wurde gewählt, welcher das Land erneut unterdrückte. Auch gegen ihn und seine Handlanger wehrte sich die Bevölkerung. So wurde Mursi am 3. Juli vom Militär abgesetzt, um die härter werdenden Auseinandersetzungen in der Bevölkerung zu beschwichtigen. Welche Rolle dabei der BlacBloc, die Anarchist*innen und die Frauenbewegungen spielten, wie es zu der ersten Revolution kam und mit welchen Problemen in Ägypten zu kämpfen ist, probieren wir in knapp mehr als einer Stunde Sendung so gut es uns möglich ist, zu beleuchten.




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