Archiv der Kategorie 'Mjunik Siddi und sonstiges Bazitum'

Uwe Dick – Sauwaldprosa

Hörspielpool – Bayern 2

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Text vom HörspielPool:

Die Sauwaldprosa von Uwe Dick erschien erstmals 1976 und wurde in den folgenden Jahren in sechs weiteren Ausgaben als work in progress vom Autor ständig erweitert und ausgebaut. Das Wortwurzelwerk eines poetischen Rebellen wider alle Hierarchien – Dichtung des Zorns und Lachstaunen, Grobiansidiotikon und subtile Wortkunst – speist eine Waldkabbala, deren Magischer Surrealismus das Innviertel zum Inniversum potenziert. Uwe Dick steht für Sprache, nicht für Schreibe. Er glaubt an die Optimierung des Denkens durch Witz, sucht und erreicht – stets auf der Lauer nach dem Unvorhersehbaren – die Radikalisierung des Augenblicks, und denkt – bildmächtig von kindauf – in Stimmen. Insofern ist das Radio der ideale Raum für seine unverwechselbaren AudioVisionen. Dass die Sauwaldprosa so gut wie alle literarischen Genres – Roman, Essay, Krimi, Märchen, Reportage, Stachelrede, Poly-, Dia- und Monolog, Brief, Tag- und Nachtbuch, Epigramm pp. – vereinigt, ist eine Konsequenz der Maxime: „Vielfalt statt Einfalt, bitte!“ Wem das – im Hörspiel wie im Buche – „zu viel“ ist, dem gilt Uwe Dicks Zärtlichkeit: „Jeder ist seines Glückes Hufeisen am eigenen Kopf“. Auch: „Die wenigsten kommen blöde zur Welt. Sie werdens dann nur. Aus Bequemlichkeit“.

Mit Marisa Burger, Uwe Dick, Peter Fricke, Eisi Gulp, Sophia Siebert, Hanns Zischler / Komposition: Gunnar Geisse / Regie: Michael Lentz / BR 2012 / Länge: 51’49

Das Massaker von Unterdeschenried

Zeit für Bayern – Bayern 2 – 15.6.2014

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Text von Zeit für Bayern:
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges: Getrieben von SS-Leuten treten Häftlinge den Todesmarsch von Flossenbürg nach Dachau an. Viele werden erschossen. Der einzige, der das Massaker unverletzt überlebt, ist David Tennenbaum.

Ein Prozess – Ein Land – Keine Gesellschaft – Viel NSU

Ein Prozess – Ein Land – Keine Gesellschaft – Viel NSU – 09.08.2014

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Text vom FSK:
Wöchentliche Sendung rund um den NSU-Prozess in München und NSU auf FSK. Die
Sendung vom 09.08.2014 mit einem ausführlichen Interview mit Robert Andreasch
vom a.i.d.a.-archiv zum aktuellen Prozessverlauf, mit einer Zwischenbilanz zur
Sommerpause des Prozess und zu den aktuellen bayrischen Verhältnissen:
rassistische Mobilisierung und dem Verbot vom Freien Netz Süd.

Leonhard Frank: Ein Kellner zieht zu Felde gegen den Krieg

radioTexte – Bayern 2 – 10.08.14

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Text von radioTexte:
Eigentlich ist Robert der unscheinbare Kellner eines Hotelrestaurants. Als er
Vater eines Jungen wird, dreht sich alles nur noch um Kinderzimmer und
Kinderspielzeug – Trommeln, Säbel, Schießgewehrchen. Alle Hoffnung wird auf den
Jungen projiziert. Er soll es einmal besser haben als die Eltern. 1914 kommt der
Krieg, der Sohn wird Soldat, und der Vater fragt sich verzweifelt, ob er versagt
hat. – In einem Kaffeehaus hatte Leonhard Frank 1916 die Idee zur Geschichte des
Kellners, die in einer großen Rede für den Frieden mündet und deutlich
expressionistische Züge trägt. Leonhard Frank war Pazifist, Sozialist und bei
der Revolution 1918 Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in München. Ein
Schreinersohn aus Würzburg, ein „verbrannter Dichter“ 1933, der ins
amerikanische Exil ging und nach dem Krieg wieder in München lebte. Peter Fricke
liest die Antikriegsnovelle „Der Kellner“ von Leonhard Frank im Jahr 2014, 100
Jahre nach Ausbruch des 1.Weltkriegs.

Überweisung mit „bin laden“

Der konkrete Fall – B5 aktuell – 5.5.2014

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Text von B5:
Es sollte nur ein Scherz sein: Ein junger Münchner überweist einem Freund Geld für einen Urlaub, schreibt in den Verwendungszweck unter anderem „bin laden“. Doch das hat Folgen.

Aufmerksam wurden wir auf den Fall durch den Telepolis-Artikel: Bayerischer Datenschutzbeauftragter kritisiert Überwachung von Überweisungen

Kameradschaft Süd – Der NSU und seine Verbindungen nach Bayern

Zündfunk Langstrecke – Bayern 2 – 15.2.14

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Text vom Zündfunk:
Seit Mai vergangenen Jahres wird in München der Prozess zur NSU-Mordserie geführt. Fünf der zehn Morde des NSU wurden in Bayern verübt, drei in Nürnberg und zwei in München. Thies Marsen macht sich auf die Suche nach den Verbindungen.

Zum Thema NSU empfehlen wir auch: Ein Prozeß-Ein Land-Keine Gesellschaft-Viel NSU vom Freien Senderkombinat Hamburg (FSK)

Die Landkommune – Eine Reise in die Provinz

Bayerisches Feuilleton – Bayern 2 – 12.4.14

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Text von Bayern 2:
Die Idee, die Stadt mitsamt ihren Zwängen hinter sich zu lassen und sein Heil in der Flucht aufs Land zu suchen, ist so alt wie der Zivilisationsüberdruss und die Sehnsucht nach gelebter Utopie. Vor allem in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts fiel diese Idee bei den Anhängern alternativer Formen des Zusammenlebens auf fruchtbaren Boden. – Joseph Berlinger ist in die Provinz gereist, um einige der letzten Landkommunen aufzuspüren – und die Veteranen einer gelebten Utopie zu befragen.

Die Geschichte der Müllentsorgung

17grad – 22.4.14

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Text von 17grad:
Wir schreiben das Jahr 2014 nach Christus und befürchten das Schlimmste: Zum 200. Jahrestages der Einführung der organisierten Müllentsorgung in London werden in den kommenden Monaten umtriebige Autoren, Experten, Analysten und Dokumentarfilmer mit ihren Radio-Features, Reportagen und TV-Beiträgen Unsummen an Sendezeit und Feuilletonseiten füllen und uns mit zerrütteten Nerven und leerem Kopf auf der medialen Wallstatt zurücklassen. Unser gutgemeinter Rat diesbezüglich: Hören Sie JETZT gut zu und schalten Sie danach einfach ab.

Wem gehört die Natur? – Konflikte in Wald und Flur

Notizbuch – Nah dran – Bayern 2 – 6.3.14

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Text vom Notizbuch:
Oasen der Wildnis werden im dicht besiedelten Bayern immer seltener. Und dort, wo die scheinbaren Freiräume liegen, geraten auch immer mehr Interessen aneinander. Oft zeigt sich an an sich eher nebensächlichen Konfliktherden ein großer Trend: seit zwei Jahren streiten Skitourengeher, der Deutsche Alpenverein und Seilbahnunternehmen darüber, ob Tourengeher die Skipisten für ihren Sport benutzen dürfen. Die Natur gehört ja eigentlich niemandem oder andersrum: allen, denkt man.

Bayerns letzter Henker – Der Nachrichter Johann Reichart

radioWissen – Bayern 2

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Text von radioWissen:
Scharfrichter wie Bayerns letzter Henker Johann Reichart waren gefürchtet und geächtet zugleich. Sie waren von staatlichen Gesetzen gedeckt – kein Wunder, dass für sie besondere Regeln galten.

Besitzen statt besetzen – Der Altöttinger Mieter-Konvent

Notizbuch – Nah dran – Bayern 2

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Text vom Notizbuch:
Keine Lust mehr auf dreiste Vermieter und geldgierige Makler? In Altötting haben junge Leute ihre Wohnungen gekauft und wohnen nun billig und selbstverwaltet. Geholfen hat ihnen der Verbund „Mietshäuser Syndikat“.

Brandanschlag gegen 80 refugees in Germering

FSK Hamburg – 13.1.14

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Text vom FSK:
Telefonat mit dem bayrischen Flüchtlingsrat mit Einzelheiten zu dem Brandanschlag und einer Schilderung des gesellschaftlichen Umfeldes.

Mitleid heischen als Methode – die neuen Bettler in deutschen Städten

Notizbuch – Bayern 2 – 18.12.13

Wir distanzieren uns von folgendem Text und lehnen die Vorurteile in dieser Sendung ab, finden diese aber gerade deswegen hörenswert:

Kritisch zuhören

Text vom Nozizbuch:
„Helfen Sie mir“, steht auf dem laminierten Blatt, das eine ältere Frau Passanten entgegen hält. Darauf: Fotos von weinenden Familien in Rumänien, die angeblich ihr Haus bei einem Hochwasser verloren haben. Der Pappbecher in ihrer Hand füllt sich mit Münzen. Was die Spender nicht wissen: Es gab überhaupt kein Hochwasser in Rumänien. Geschichten wie diese sind nicht die einzige Methode, wie organisierte Bettelbanden Mitleid heischen. Dennoch: Hinter jedem Bettler steckt eine Geschichte. Viele haben Schulden in ihrer Heimat, anderen wurde Arbeit in Deutschland versprochen. Doch stattdessen übernachten sie in Autos und werden – teils unter Gewaltanwendung – in die Fußgängerzone geschickt, wo sie die Hand aufhalten sollen. Christiane Hawranek hat Streetworker, Polizisten und Schleierfahnder begleitet und mit Bettlern gesprochen.

Gerne möchten wir hingegen auf die Bettelzeitung des Münchner B-art Kollektivs verweisen.

Viele Fragen, wenige Antworten – Die mühsame Aufarbeitung rechten Terrors Der Münchner NSU-Prozess

Die Radio Revue 2013 – Bayern 2 – 30.12.82

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Text von Bayern 2:
„Wir wollen keine Gedenktafel, dass die Vertreter des NSU in Zwickau gewohnt haben“, sagt die Bürgermeisterin – und hat die sonst schweigende Mehrheit hinter sich. Wer will schon die „Stadt der Täter“ sein?

NOlympia 2022

Zündfunk Interview – Bayern 2 – 8.10.13

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Text vom Zündfunk:
Am 10. November sollen die Bürger darüber abstimmen, ob München wieder als Olympiabewerber 2022 ins Rennen geht. Da die Bürger mit den Wahlunterlagen nur Pro-Argumente serviert bekommen, lassen wir die Gegner zu Wort kommen: Professor Dominik Siegrist, Präsident der internationalen Alpenschutzkommission und Christian Hierneisen vom Bündnis Nolympia.

Schultag mit Schlapphut. Der Verfassungsschutz gibt Unterricht

Zündfunk Generator – Bayern 2 – 22.9.13

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Text vom Generator:
Die Verfassungsschutzbehörden haben ihren Aufklärungsauftrag in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet. Ralf Homann zeichnet die Entwicklung vom Schlapphut zu einem Art Fachlehrer für Extremismus nach und trifft Kritiker.

Ein Fest gegen die BRD – Die Münchener Jugendrevolte „Freizeit 81″ und ihre Folgen

radioFeature – Bayern 2 – 13.7.13

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Text von radioFeature:
Frühe 80er Jahre: Hausbesetzungen und „Chaostage“ in der BRD, Punk und No-Future-Lebensgefühl auch in München. Einige Jugendliche nennen sich ‚Freizeit 81‘, üben spontan Widerstand gegen das „System“ und zahlen einen hohen Preis.

Thomas Wolfe: Oktoberfest – Munich almost killed me

radioTexte – Bayern 2 – 17.9.13

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Text von radioTexte:
„München hat mich beinahe umgebracht“, schrieb der Bier- und Blondinenfreund und Autor Thomas Wolfe 1928. Sein Besuch des legendären Oktoberfests endete mit einer gebrochenen Nase. Ein Bericht über Festbier, Tracht und Prügel, gelesen von Udo Wachtveitl Der bekennende Blondinen- und Bierfreund Thomas Wolfe besuchte 1926 die Wiesn und war von München und der Liberalitas bavariae tief beeindruckt. Ein Jahr später besuchte der amerikanische Nobelpreisträger und Bonvivant erneut die bayerische Biermetropole und das Oktoberfest. Doch dieses Mal blieb es auf der Festwiese nicht nur bei der von ihm so geschätzten Bierseligkeit.

„Behandelt uns wie Menschen“ – Drei Flüchtlinge erzählen ihre Geschichte

Zündfunk Langstrecke – Bayern 2 – 27.7.13

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Text vom Zündfunk:
50 Asylbewerber treten in München in den Hungerstreik – und plötzlich interessiert sich für kurze Zeit ganz Deutschland für die Lebensbedingungen von Flüchtlingen hier. Der Zündfunk lässt drei von ihnen ihre Geschichte erzählen. Einen Monat nach dem Hungerstreik lassen wir drei Flüchtlinge erzählen, warum sie nach Bayern kamen und wie es ihnen hier ergangen ist. Da ist Cliff, der als Kindersoldat in Uganda zusehen musste, wie seine Mutter bei lebendigem Leibe verbrannte. Seit zehn Jahren verbringt er seine Tage in einer beengten Asylbewerberunterkunft, wo er zur Behandlung seines Traumas statt einer Therapie nur Psychopharmaka bekommt. Da ist Houmer, der im Iran an der Grünen Revolution beteiligt war und nach seiner Flucht vor dem Regime hier in Deutschland für die Rechte von Flüchtlingen kämpft. Auch am Hungerstreik war er beteiligt. Da ist aber auch Lina, die als Minderjährige allein aus Afghanistan kam und dank gezielter Förderung nun gerade ihre Ausbildung als Zahnarzthelferin abgeschlossen hat.

Interview mit einem Vertreter des „Refugee struggle for freedom“ aus München

Nachmittagsmagazin für subversive Unternehmungen – Freies Sender Kombinat Hamburg (FSK) – 4.9.13

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Text von FSK:
Die Münchener Polizei hat zum wiederholten Mal Teilnehmer*innen der Flüchtlingsproteste drangsaliert. Diese haben daraufhin Schutz im DGB-Haus gesucht und harren dort derzeit aus. Mit einem Vertreter der Protestierenden haben wir uns über den Protest der Refugees und ihre Ziele unterhalten. Er schildert Erfahrungen mit gewalttätigen Polizeiübergriffen, deren formaler Anlass meist angebliche Verstöße gegen die rassistische „Residenzpflicht“ sind.




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