Leonhard Frank: Ein Kellner zieht zu Felde gegen den Krieg

radioTexte – Bayern 2 – 10.08.14

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Text von radioTexte:
Eigentlich ist Robert der unscheinbare Kellner eines Hotelrestaurants. Als er
Vater eines Jungen wird, dreht sich alles nur noch um Kinderzimmer und
Kinderspielzeug – Trommeln, Säbel, Schießgewehrchen. Alle Hoffnung wird auf den
Jungen projiziert. Er soll es einmal besser haben als die Eltern. 1914 kommt der
Krieg, der Sohn wird Soldat, und der Vater fragt sich verzweifelt, ob er versagt
hat. – In einem Kaffeehaus hatte Leonhard Frank 1916 die Idee zur Geschichte des
Kellners, die in einer großen Rede für den Frieden mündet und deutlich
expressionistische Züge trägt. Leonhard Frank war Pazifist, Sozialist und bei
der Revolution 1918 Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in München. Ein
Schreinersohn aus Würzburg, ein „verbrannter Dichter“ 1933, der ins
amerikanische Exil ging und nach dem Krieg wieder in München lebte. Peter Fricke
liest die Antikriegsnovelle „Der Kellner“ von Leonhard Frank im Jahr 2014, 100
Jahre nach Ausbruch des 1.Weltkriegs.





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