Archiv für August 2014

Rainald Goetz: loslabern

radioTexte – Bayern 2 – 19.06.2014

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Text von radioTexte:
Loslabern über den Herbstempfang der FAZ in Berlin 2008. Eine Art monologisches Sprechen hebt an, es ist die Stimme des Autors, die zu
hören ist. Es ist die am Mikrofon stattfindende Wiederbegegnung bzw. Selbstkonfrontation mit dem eigenen, Monate zuvor entstandenen und mittlerweile ein Buchform vorliegenden Text, der seinen Anfang nimmt in der Beschreibung eines initiatorischen Moments, und zwar exakt des Moments, der von der Empfindung und Denkbewegung zur Schreibaktion führt.
„In einer Aufwallung von Direktheit und quasi sinnfreier Intentionalität hatte der Höllor, die Arme von sich werfend himmelwärts, ausgerufen: LOSLABERN: Traktat, Traktat über den Tod, über Wahn, Sex und Text, und, erheitert von diesem soeben durch ihn hindurchgefahrenen Expressivitätsereignis: Bericht!, der Herbst 2008!, dem davon Angestoßenen sofort stattgegeben und es geschehen lassen, dass da also LOSGELABERT würde, und dabei erzählt, wie ich, hier ja in Gestalt des Klagor noch, auf der Buchmesse 2008 bei Joachim Unseld auf dem Gang gestanden war, zu etwas vorgerückter Stunde schon, an dieser Ecke bei der Treppe, im Gespräch mit dem Schriftsteller Binswanger und dem Feuilletonredakteur Canetti, selbst schon etwas angetrunken, dadurch aber auch gesteigert animiert und verstärkt bei Sinnen, und wie es dort also zu diesen sofortistisch hochfahrenden Darlegungen über das LOSLABERN, eine entsprechend maximale Ethik der Schrift gekommen war, eine Moral des Schreibens, ich hatte in den Tagen zuvor diesbezüglich einige Notizen gemacht und war dadurch aktuell besonders besessen von diesen für mich verschiedene sehr existentielle Fragen lösenden Ideen, redete dadurch aber auch wie eingesperrt in diese Ideen daher, viel zu sehr gefesselt von ihnen, grotesk hysterifiziert durch sie“.
Es ist keine Autorenlesung, die im Studio aufgezeichnet wird. Aber auch kein dramatisches Sprechen, kein Inszenieren, kein verkünsteltes Adaptieren des LOSLABERN-Textes ins akustische Medium – und auch kein Hörspielmonolog. Die eigenen Interpretations- oder Rezitationsansätze des Autors und die im Studio gebotenen Möglichkeiten, in schmaler Differenz akustische Räume zu eröffnen, kennzeichnen das Konzept der Produktion LOSLABERN.

Schwere Unruhen und Counter Insurgency in den USA

Free Radical Radio – 14.08.2014

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Text von Free Radical Radio:
St. Louis Anarchists Speak on Ferguson Revolt (August 14, 2014)
Rydra & Doug interview Luca and Elsie, two anarchists from St. Louis who have been in and around the riots/revolt against the police murder of Michael Brown. They discuss the lead up to the riot, the militarization of the police, the peace police/left/liberal/church/non-profit’s attempt at containment, and much more.
Artikel zum Thema bei Linksunten Indymedia

Ein Prozess – Ein Land – Keine Gesellschaft – Viel NSU

Ein Prozess – Ein Land – Keine Gesellschaft – Viel NSU – 09.08.2014

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Text vom FSK:
Wöchentliche Sendung rund um den NSU-Prozess in München und NSU auf FSK. Die
Sendung vom 09.08.2014 mit einem ausführlichen Interview mit Robert Andreasch
vom a.i.d.a.-archiv zum aktuellen Prozessverlauf, mit einer Zwischenbilanz zur
Sommerpause des Prozess und zu den aktuellen bayrischen Verhältnissen:
rassistische Mobilisierung und dem Verbot vom Freien Netz Süd.

Leonhard Frank: Ein Kellner zieht zu Felde gegen den Krieg

radioTexte – Bayern 2 – 10.08.14

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Text von radioTexte:
Eigentlich ist Robert der unscheinbare Kellner eines Hotelrestaurants. Als er
Vater eines Jungen wird, dreht sich alles nur noch um Kinderzimmer und
Kinderspielzeug – Trommeln, Säbel, Schießgewehrchen. Alle Hoffnung wird auf den
Jungen projiziert. Er soll es einmal besser haben als die Eltern. 1914 kommt der
Krieg, der Sohn wird Soldat, und der Vater fragt sich verzweifelt, ob er versagt
hat. – In einem Kaffeehaus hatte Leonhard Frank 1916 die Idee zur Geschichte des
Kellners, die in einer großen Rede für den Frieden mündet und deutlich
expressionistische Züge trägt. Leonhard Frank war Pazifist, Sozialist und bei
der Revolution 1918 Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates in München. Ein
Schreinersohn aus Würzburg, ein „verbrannter Dichter“ 1933, der ins
amerikanische Exil ging und nach dem Krieg wieder in München lebte. Peter Fricke
liest die Antikriegsnovelle „Der Kellner“ von Leonhard Frank im Jahr 2014, 100
Jahre nach Ausbruch des 1.Weltkriegs.

Christine de Pizan – Visionäre Feministin des Mittelalters

radioWissen – Bayern 2 – 09.07.2014

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Text von radioWissen:
Die französische Denkerin und Schriftstellerin Christine de Pizan entwickelte
schon Ende des 14. Jahrhunderts die Vision einer Gesellschaft, in der Frauen
gleichberechtigt sind und nicht unterdrückt werden.




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