Die Revolution in Ägypten

Anarchistisches Radio Berlin – 15.7.13

leicht veraltet, aber trotzdem nachhörbar

Text vom A-Radio:
Ägypten ist vielen bekannt als Urlaubsland mit denn mysteriösen Pyramiden von Gizeh und den zauberhaften Wüstenoasen sowie Sonne, Strand und fabelhaften 24 Grad. Im letzten Winkel der Wüste treibt der Wind Plastiktüten vor sich her und in Kairo spürt man auf der Haut und in der Nase wie schadstoffbelastet die Luft ist. Autoabgase, Industrieschlote und Abfall, der nur zum Teil abtranspotiert wird und dessen Reste in der Straße verrotten und verbrannt werden, bilden eine giftige Mischung – und irgendwie stört es niemand. Bevölkerungsexplosion, Wirtschaftsmiseren, Korruption in den Ämtern, Landenteignungen, Nahrungs- und Treibstoffmangel sind Probleme, welche die Menschen beschäftigen. Schon 1993 warnte die United States Agency for International Development vor den sich verschlechternden Lebensbedingungen in Ägypten. 2004 kam es zu den ersten offenen Demonstrationen gegen Mubarak und sein Regime, im April 2008 zum ersten Generalstreik des Landes und 2011 zur Revolution, welche den Sturz von Präsident Muhammad Husni Mubarak zur Folge hatte. Das Militär übernahm die Führung des Landes und ein neuer Präsident Mohammed Mursi wurde gewählt, welcher das Land erneut unterdrückte. Auch gegen ihn und seine Handlanger wehrte sich die Bevölkerung. So wurde Mursi am 3. Juli vom Militär abgesetzt, um die härter werdenden Auseinandersetzungen in der Bevölkerung zu beschwichtigen. Welche Rolle dabei der BlacBloc, die Anarchist*innen und die Frauenbewegungen spielten, wie es zu der ersten Revolution kam und mit welchen Problemen in Ägypten zu kämpfen ist, probieren wir in knapp mehr als einer Stunde Sendung so gut es uns möglich ist, zu beleuchten.





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