Archiv für Oktober 2012

Venus oder Mars? Die ewige Debatte über Gender, Männer und Frauen und was das eigentlich ist

Zündfunk Generator – Bayern 2 – 21.10.12

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Text vom Zündfunk:
Gut zwanzig Jahre nachdem die Philosophin Judith Butler die beiden Identitäten „männlich“ und „weiblich“ dekonstruiert hat, hat die Welt noch lange nicht genug von der Einteilung in Mann und Frau. Was hat sich getan in rund 20 Jahren Gender Studies? Was ist dran an der Einteilung zwischen Mann und Frau und welchen Einfluss hat das alles auf unser alltägliches Leben?

Uwe Dick: „Ich schreibe um mich selbst zu überraschen“

Hörspiel Pool – Bayern 2 – 23.9.12

hier abhörbar

Uwe Dick steht für Denklust und sprachliche Schnellkraft. Viele seiner Wortschöpfungen – ob »Konsumwichtl«, »Synthetikbimbo« oder »Keandlbuddhist« – sind bereits Allgemeingut; der Mundfunk verbreitet seine Quintessenzen. Auch diese: »A Quintessenz is a Essenz, de ma quint, wemma lang gnua nochdenkt.« Oder: »Verklemmte lachen nicht. Sie licheln. Wenns hoch kommt, schaffen sie ein Löcheln.«

Dem Bürgerrechtler »Im Namen des Baumes/ und seines eingeborenen Sohnes,/ des Buntspechts« ist Poesie eine Lebensweise, nicht aber, wie für so manche, ein schöngeistiges Alibi im Produktionskrieg wider die Natur. Nein, sie ist »Nervenkunst, Unberechenbarkeit, Revolte gegen Todesindustrie, Amokwirtschaft, Regierungskriminalität, duckdeutsches Ja-und-Amen«.

Die Wortkonzentrate des »Sozial-Brachylogen« verstehen die meisten gut, aber oft nicht gern. Der Beziehungs- und Anspielungsreichtum seiner Notate, ihre dialektische Vernetzung (Schrift-Fallen-Stellerei), die Wechsel von affekthaltigen und bildhaften Figuren, überraschende Bewegungskurven durch Spruch und Widerspruch, »Vokabelargwohn anzuregen«, suchen den hellwachen Hörer und konzentrierten Leser. Die aber sind rar im allmächtigen Unterhaltungsfaschismus, der auf Zerstörung (von Bedenken) abzielt, auf kollektive Amnesie, Volksverblödung; die »Romanufaktur von Kiloware« nicht ausgenommen: »Legos statt Logos«, gedruckte Konversation pp.

Während die literarischen Türhüter Uwe Dicks Bücher jahrzehntelang unterschlugen, gewannen seine Rezitals ein beträchtliches Publikum. Aber unbeirrbar – auch im Erfolg – drängt er aufs »verläßliche Wort«, dem die Tat entspricht: Biographie statt Karriere. Solche Authentizität schafft soziale Bindungen, »kann herausführen aus der sogenannten »Identitätskrise«, jener vielbequatschten Ausrede für jedermann, vom saturierten Doppelkinnhead obenauf … bis zum uniformierten Mob im staatlichen Ehrenschmutz.«

»Ich bin Monarchist. Es lebe der Zaunkönig!« Dieses Nein mit Witz und Galle weiß, daß es weder mehrheitsfähig, noch lukrativ ist. Doch welche poetische Qualität ihm zuwächst, das zeigen alle Komprimate und zahlreiche Tondokumente.

Dr. Edmund Stoiber, bayerischer Ministerpräsident a. D.

Eins zu Eins – Der Talk – Bayern 2 – 26.10.12

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Text von Eins zu Eins:
„Weil die Welt sich ändert“ – so lautet der Titel von Edmund Stoibers kürzlich erschienener Autobiographie, in der er auf sein Leben und politisches Wirken zurückblickt.

A.I.D.A zwingt Ministerium zur Korrektur dreier Verfassungsschutzberichte

Radio Lora München – 19.10.12

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Text von Lora:
Die „Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle“, kurz A.I.D.A. Wurde seit Jahren immer wieder aufs Neue im Verfassungsschutzbericht als linksradikale Organisation erwähnt, was immer wieder für Empörung bis weit in die Bevölkerung sorgte, wurden seine MacherInnen doch gleichzeitig für ihren Mut, ihre Akribie mit diversen zivilgesellschaftlichen Preisen geehrt. A.I.D.A., dass durch die Erwähnung im Verfassungsschutzbericht auch seine Gemeinnützigkeit verlor, klagte gegen das zuständige bayerische Innenministerium. Und nach Jahren des Rechtsstreits wurde nun ein spektakulärer Vergleich geschlossen, der einer kompletten Rehabilitierung gleichkommt. Wir fragten einen der bei AIDA Engagierten, Robert Andreasch, wie stolz die AIDA-Macher nun sind, muss doch das Innenministerium nun drei Verfassungsschutzberichte im Nachhinein ändern, was es bisher noch überhaupt nie gegeben hat…

Sexuelle Übergriffe auf dem Oktoberfest

Radio Corax Halle – 18.12.12

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Text von Corax:
Wer kennt das Oktoberfest nicht? Bier, Bratwürstchen, Menschenmassen und große Festzelte. Doch dazu zählen auch sexuelle Übergriffe. Die Veranstalter wollen das nicht so gern hören. Schließlich leidet ihr Image darunter. Doch das Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch spricht dieses Problem klar an. Sie geben Tipps, richten ein Security Point ein und beraten die Frauen vor Ort. Wir haben vor der Sendung mit Christine Rudolf-Jilg vom Institut über das diesjährige Oktoberfest gesprochen.

Noch‘n Witz: EU kriegt Friedensnobelpreis

Radio Unerhört Marburg (RUM) – 12.12.12

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Text von RUM:
Das Nobelpreiskomitee läßt einen springen: über 60 Jahre kein Krieg zwischen den Mitgliedsstaaten der EU bzw. ihrer Vorläuferorganisationen – das ist schon mal einen Friedensnobelpreis wert. Ob man darüber lachen muß oder weinen soll, das ist Gegenstand des Gesprächs mit Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen.

Interview mit Nautilus-Verleger Lutz Schulenburg

Zwischentöne – Deutschlandfunk – 30.9.12

Teil 1

Teil 2

Text von Zwischentöne:
Der Verleger Lutz Schulenburg gründete vor bald 40 Jahren zusammen mit Hanna Mittelstädt und Pierre Gallissaires die Edition Nautilus. Dort erscheinen politische Sachbücher neben aussergewöhnlicher Belletristik. Nach der Devise „Ein Gedicht kann genauso revolutionär sein wie ein theoretischer Text“ werden bei Nautilus u. a. Schriften der Dadaisten, Surrealisten und Anarchisten verlegt.




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