Archiv für November 2011

Staatstrojaner – Öffentliches Ungeziefer unter dem Chaosmikroskop

Chaosradio – Fritz Radio – 28.10.2011

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Beschreibung von Chaosradio: “Der Chaos Computer Club (CCC) hat eine eingehende Analyse staatlicher Spionagesoftware vorgenommen.” – so die offizielle CCC-Mitteilung. Mit diesem simplen Satz begann am 8. Oktober einer der größten politischen Skandale der letzen Zeit. Auf Festplatten, die dem Club in braunen Umschlägen zugespielt worden waren, fand sich der Beweis dafür, dass staatliche Behörden die Beschlüsse des Verfassungsgerichts mit beiden Füßen (und Anlauf) treten. Seit der Veröffentlichung sind ein paar Tage vergangen. Im Chaosradio soll es deswegen nicht nur eine Zusammenfassung der Ereignisse rund um den Staatstrojaner geben. Constanze Kurz und nibbler werden außerdem bis jetzt offene Fragen beantworten, die neuen Details zur aktuellen Version des Trojaners vorstellen und die Geschehnisse der letzten Zeit in den größeren politischen Kontext einordnen.

R.I.P.: Interview mit Ludwig Hirsch

Eins zu Eins – Bayern 2 – In memoriam: 25.11.2011

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Beschreibung von Eins zu Eins: Bekannt war Ludwig Hirsch als Liedermacher, auch wenn er das Wort gar nicht mochte. Liederschreiber und Sänger, diese Bezeichnung zog er vor. Zunächst aber verdiente er sein Brot als Schauspieler – bis zum Schluss ließ ihn neben der Konzert- die Theaterbühne nicht los. Am Donnerstag starb Ludwig Hirsch in Wien.

Mythos und Realität der amerikanischen Urbevölkerung

Zündfunk Generator – Bayern 2 – 20.11.2011

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Beschreibung vom Zündfunk Generator: Der Generator kontrastiert klassische literarische Indianer-Abenteuer mit den Versuchen der Indianer, den Klischees ein differenziertes, pluralistisches Bild der indianischen Gesellschaften entgegen zu setzen. In seinem fünf-bändigen „Lederstrumpf“-Werk erzählte James Fenimore Cooper abenteuerliche Geschichten aus dem Kampf des weißen Amerika um Land und Vorherrschaft. Die Indianer spielen darin eine tragische Rolle, indem sie als Scouts und Helfer der Weißen dazu beitragen, diesen Prozess zu vollenden. Die populäre Kultur reduzierte den Indianer weitgehend auf die Klischeebilder der Rothaut zu Pferde mit Federschmuck und Tomahawk – mal edler naturverbundener Wilder, mal verschlagener Bösewicht – oder des alkoholbenebelten letzten Mohikaners im Reservat. Wurde das Verhältnis zwischen der nordamerikanischen Urbevölkerung und den Eroberern lange ausschließlich aus Sicht der Weißen beschrieben, begannen die Indianer Mitte des 20. Jahrhunderts, ihre Geschichte selbst zu schreiben. Dee Browns „Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses“ wurde ein internationaler Erfolg. Aktuell bemühen sich indianische Filmemacher, von Gegenwart und Vielfalt der indigenen Völker Nordamerikas zu erzählen. Der Generator kontrastiert klassische literarische Indianer-Abenteuer mit den Versuchen der Indianer, ihre kulturelle Autonomie zurückzugewinnen und den Klischees ein differenziertes, pluralistisches Bild der indianischen Gesellschaften entgegen zu setzen.

Über den Umgang mit Prostitution in der neoliberalen Stadt

Studio F städtisches – Freies Sender Kombinat Hamburg – 7.11.2011 – 20min27

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Interview

Wer den Spott hat, braucht für den Schaden nicht zu sorgen

Freies Senderkombinat Hamburg -19.11.2011 – 15min11

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Kurzbeschreibung: Bericht vom St Pauli Auswärtsspiel in Rostock.

Bluts-Brüderle Winnetou oder: „deshalb bin ich in der FDP“

Deutschland Radio – 18.11.2011 – 1min. 14sek.

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Beschreibung von Matthias Dell auf dessen Blog beim Freitag: Der Deutschlandfunk hat sich den Spaß gemacht, zu diesem Vorlesetag Politiker nach ihren frühen Lesegewohnheiten und heutigen Vorleseerfahrungen zu fragen. Schon vor eineinhalb Jahren war eine ähnliche Umfrage unter den DLF-Moderatoren nach dem je liebsten Buch sehr instruktiv (Dirk Müller: „Lucky Luke, Band 34, Der Psycho-Doc“). Nun erfährt man unter anderem, dass Hubertus Heil „Prinzessin Lillifee“ gewöhnungsbedürftig findet. Highlight ist aber das „Winnetou“-Bekenntnis von Rainer Brüderle (FDP). Brüderle erklärt, dass er natürlich „für die vermeintlichen Underdogs, weitgehend ausgerottet“ war, und seine Sympathien „nicht bei den Militäreinheiten, die die Apachen bekämpft haben“ lag. Da kann man kurz stutzen, ob Karl May wirklich schon so postkolonial geschrieben hat, wie Brüderle („Bin dann auch öfter bei Fastnacht als Indianer rumgelaufen, für die Silberbüchse hat’s nie gelangt, für die braune Gesichtsfarbe ja“) ihn hier liest – die Militäreinheiten etwa kommen bei May doch zumeist als Kavallerie im Namen der guten, versöhnlichen Sache zum Einsatz. Und Brüderles Eindruck, die Lektüre habe früh „Liberalismus, Menschenrechte, ähnliches mit einimpfen“ geholfen, kann man ebenfalls in Zweifel ziehen – als politische Figur stellt man sich Winnetou am ehesten als parteilosen, christlich basierten Universalhumanisten vor. Die schönste Stelle ist dem kurzen Statement ist aber die folgende: „Mein Herz war immer bei den Kleineren, deshalb bin ich auch bei der FDP, und bei den Unterdrückten, deshalb bin ich ja auch für Minderheitsrechte.“ Man traut seinen Ohren nicht; beim ersten Hören klingt Brüderle wie die Satire, die das Kabarett über die FDP erst machen würde. Aber Rainer Brüderle meint das ernst – nach Jahrzehnten in der Politik: dass seine Partei, die FDP, die Partei der Kleineren und Unterdrückten sei. In dieser Selbstbeschreibung steckt das ganze Drama dieser einst stolzen Partei. Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Christoph Heinemann, der DLF-Moderator, hat sich bei der Abmoderation fürs Lachen entschieden.

7 qm Bayern – Das Leben von Flüchtlingen auf dem Land

Zündfunk Langstrecke – Bayern 2 – 14.05.2011
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Beschreibung von der Zündfunk Langstrecke: 7 qm pro Person, das ist der neue Mindeststandart in Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber. Der gilt aber nur für Neubauten, nicht für die über 100, die es in Bayern schon gibt. Weil Platzmangel herrscht, wird in Bayern nach neuen Unterkünften gesucht. Zum Beispiel Schöllnstein: 70 Einwohner, 90 Asylbewerber. Zum Beispiel im Landkreis Coburg – wo 17 Bürgermeister das Coburger Modell entwickelt haben: jede Gemeinde nimmt ein paar Flüchtlinge auf, Massenunterkünfte braucht es dann nicht mehr. Zum Beispiel Haundorf, wo 10 Somalis in einem Gasthof leben – gut betreut, aber auch ziemlich isoliert.

Handyschnüffeleien – (Staatliche) Überwachung und Kompromittierung von Mobiltelefonen

Chaosradio – Fritz – 29.07.2011

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Beschreibung von Chaosradio: Zur Abhöraffäre in Dresden, bei der viele tausend unrechtmäßig Handys von der Polizei überwacht und abgehört worden sein sollen, kommen immer neue Zahlen zutage. Die Politiker sehen trotzdem keinen Handlungsbedarf, ganz im Gegenteil. Nach dem neuesten Terroranschlag wird wieder einmal eine weitere Verschärfung der Gesetze diskutiert, die Überwachung ermöglichen. In Folge 170 wollen Andy Müller-Maguhn und Harald Welte euch die technischen Möglichkeiten zur Überwachung von Mobilfunk und Handys vorstellen und darüber diskutieren ob und wie diese Möglichkeiten angewendet werden und werden sollten.

Die Revolution im Bett – Wie die Pille die Liebe veränderte

radiofeature – Bayern 2 – 27.08.2011
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Beschreibung von radioFeature: Vor 50 Jahren kam die Antibaby-Pille nach Deutschland. Sie hat das Sexualleben dramatisch verändert und den Frauen die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft weitgehend genommen. Betroffene Frauen und Männer aller Altersstufen berichten offen über das Leben mit und ohne Pille.

Mein Name ist: BND

radiofeature – ARD – 29.10.11
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Beschreibung von radiofeature: Beim BND in Pullach versuchen Denkmalschützer und Historiker die Nazi-Vergangenheit des Bundesnachrichtendienstes zu ergründen. Ulrich Chaussy untersucht das alte und das neue Selbstverständnis des Geheimdienstes.

Sepp Bierbichler liest aus „Mittelreich“

radioTexte – Bayern 2 – 21.8.2011

Episode1

Episode 2

Episode 3

Beschreibung von radioTexte: Eigentlich wollte Pankraz Musiker werden, aber nach den Stürmen des Himmels und der kriegerischen Zeiten wird er dann doch Seewirt, Familienoberhaupt, ländlicher Unternehmer im leuchtend gelben Bauernrenaissanceschlösschen, draußen vor den großen Toren der Stadt „Minga“, direkt am Seeufer. Mehr und mehr kommen Städter aufs Land, seit die Bahn hinausfährt. Aus Füllwörtern wie Wochenendvilla und Baden werden Bedürfnisse. Mit den Gästen zieht etwas Welt aufs Land, versöhnen sich Norden und Süden, scheinbar wenigstens. Bis Fremde auf Dauer kommen, Zwangsarbeiter, Flüchtlinge, Menschen wie Viktor, der Bankangestellte aus Polen; Herr Hanusch, dem die Russen die Heimat nahmen, das feine, aber falsche Fräulein Zwittau, das nach Jahrzehnten für eine große Überraschung sorgt. Es kommen Kriegsversehrte, Armamputierte, Beinlose, Verwirrte und später die „Itaker“ in ihren himmelblauen Kunststoffhemden, die wissen, wie man mit Frauen umgeht. Sie alle bringen ihre Geschichten mit, als Täter und Opfer, als Hochstapler und Traumatisierte, vom Schicksal Getriebene, bis sich aus der Fülle der Biographien ein großes Panorama des 20.Jahrhunderts ergibt, von den großen Kriegen über Adenauerdeutschland bis zur Pershing-Debatte. Ein Spiegel des ganzen Landes, aber regional verwurzelt, fesselnd und mit enormer Verve erzählt in einer drängenden, energiegeladenen Sprache, die ihren Ursprung im Bairischen hat, aber zur Kunstsprache geworden ist. Erfundene Geschichten, die alle im wahren Leben gründen. Aus Bauernland werden Badeplätze, aus den Sensen motorisierte Maschinen in diesem Dorf am See, das zur Bühne wird für Stammtischreden und Sauschlachten, Familiendramen und Ehetragödien, Streuwiesenmähen und Währungsreform. Erzählt von einem „Chronisten“, der auf der Hälfte des opulenten Romans plötzlich „Ich“ sagt und sich als Sohn des Seewirts erweist. Wucht und Wut, Not und Verzweiflung, die ganz großen Gefühle schwingen in seiner Erzählung immer mit, erst recht, wenn es um fröhliche Pater und die Klosterschule geht. – Josef Bierbichler, dem wirkungsvollen Theater- und Filmschauspieler, ist mit „Mittelreich“ ein ganz großer Wurf gelungen, ein Glücksfall der Erzählkunst, spannend, drastisch, schmerzhaft, sensibel.

Angst und Abscheu in der BRD – Sendezwang

WDR 3 – 08.10.2011 – Von Dirk Laucke, Matthias Platz und Thomas Mahmoud
Besprochen und verlinkt bei Audioarchiv kritischer Theorie und Praxis

Beschreibung bei WDR3: Es ist Krieg. Ideologien, rechte wie linke, attackieren den Mainstream. Naziblöcke, Friedensbewegung, schwarze Kapuzenpullis, Palitücher, Che-Guevara-T-Shirts,
„Freiräume erkämpfen!“… Holz und Zaunmüller reisen durch die Republik. Sie stoßen dabei auf totalitäre Einstellungen im Namen des Friedens oder des Hasses, auf revisionistische Sichtweisen der deutschen Vergangenheit und die Grenzen der Vernunft. Eine Reise ins gesamtdeutsche Herz (auch der Finsternis). Ihre gesammelten Originaltöne ergeben ein Kriegstagebuch mit illustren Gästen: Sie treffen zum Beispiel den Ur-Ur-Ur-Enkel Otto von Bismarcks oder Mandy Butler, die Schwester von Judith Butler, der Queer-Theoretikerin. Ist die Wirklichkeit skurril oder das Reale fiktiv? Welche Rolle spielt die Kunst in diesem Krieg der Ideologien?
Dirk Laucke, geboren 1982, entwickelt und inszeniert politische Dokumentarprojekte und dokumentarische Theaterstücke, die vom Leben an den urbanen und sozialen Randzonen der Gesellschaft erzählen. Gemeinsam mit Matthias Platz und dem Musiker Thomas Mahmoud begann er 2010 eine Gonzo-journalistische Reise durch Deutschland.

www.fsk-hh.org

Epizentrum Wien zu Gast bei Radio Rhabarber

Radio Rhabarber – Radio Orange 94,0 – 07.11.11

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Beschreibung: Seit 14. Oktober ist das „Epizentrum“ an der Ecke Lindengasse/Zieglergasse in Wien 7 besetzt. Ein paar der Besetzer_innen kamen am 4. November ins Radio-Orange-Studio zu Radio Rhabarber.
(Anm. d. Red.: Seit dem 08.11. geräumt. Zumindest momentan.)

Zur Sarrazin-Debatte: Die Angst, die Krise und das Bürgertum

Zündfunk Generator – Bayern 2 – 30.10.2011
Titel und Download: Die Angst, die Krise und das Bürgertum
Beschreibung vom Zündfunk: Rechte, vor allem antimuslimische und sozialdarwinistische Einstellungen nehmen in Deutschland zu, insbesondere in der gesellschaftlichen Mitte. Etwa 60 Prozent der Deutschen haben dem Islam gegenüber eine negative Einstellung. In Dänemark, Frankreich und den Niederlanden sind es dagegen nur rund 35 Prozent. Das fand vergangenes Jahr eine Studie der Universität Münster heraus. 2010 kamen gleich mehrere wissenschaftliche Studien zu dem Ergebnis: antimuslimische und sozialdarwinistische Einstellungen nehmen in Deutschland zu, insbesondere in der gesellschaftlichen Mitte. Die Forscher der Bielefelder Studie „Deutsche Zustände“ sprachen entsprechend von einer zunehmenden „Verrohung des Bürgertums“. Die wochenlange Mediendebatte um Thilo Sarrazin Buch „Deutschland schafft sich ab“ im Herbst 2010 war dabei nicht Auslöser, sondern nur Symptom dieser Stimmung, die schon viel länger im Verborgenen brodelte.

Podcasts zum Mietshäusersyndikat AMK Altöttinger-Mieter-Konvent

Pogo-Radio – 29.01.2009
Titel: Marcel zu Gast bei Pogoradio in Mannheim.
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Störfunk – 23.04.09
Titel: Der AMK bei Radio Störfunk
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Zündfunk – Bayern 2 – 29.10.2011
Titel: Besuch im Wallfahrtsort – Wir sind Altötting
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Beschreibung vom AMK: Noe Noack vom Radio Zündfunk war in den letzten Wochen ein häufiger Gast bei uns in der Konve. Vielen Menschen hielt er seinen blauen Rüssel, der ihm extra vom bayerischen Rundfunk angefertigt wurde, unter die Nase. Marcel wurde mit vorgehaltenen Langlaufskistöcken sogar gezwungen Marienlieder zu singen!

Beschreibung vom Zündfunk: Altötting: Fade Pilgerstätte? Verbohrter Kirchenstandort? Mitnichten! Das ortsansässige Mieter-Konvent dient alternativ lebenden Menschen als Wohn- und Kulturraum. Der Zündfunk blickt hinter die Kulisse der Idylle.

Viele Gute Gründe am Bonner Petersberg zu demonstrieren

Freies Radio Lora München – 21.10.2011
Titel und Download: Petersberg Die Zweite: Show Oder Chance? Viele Gute Gründe, am 3.12. in Bonn zu demonstrieren
Beschreibung von Radio Lora: Vom 3.12. bis 5.12. findet in Bonn die zweite Petersberg-Konferenz statt. Und gleichzeitig sammelt sich dort in diesen Tagen der Antikriegsprotest, der die SoldatInnen umgehend aus Afghanistan zurück holen will. Wir haben den altgedienten Friedenskämpen Manni Stenner, Geschäftsführer beim Netzwerk Friedenskooperative angerufen und ihn erst mal gefragt, ob angesichts all der Warlords und bürgerkriegsähnlichen Kämpfe in Afghanistan so eine Friedenskonferenz nicht dringend nötig ist…

Wachhund für Europa – Die europäische Grenzschutzagentur Frontex.

Zündfunk Generator – Bayern 2 – 31.07.2011
Titel und Download: Wachhund für Europa – Die europäische Grenzschutzagentur Frontex.
Beschreibung: Im Frühjahr, nach den Revolutionen in Ägypten und Tunesien, waren sie plötzlich wieder da: Bilder von überfüllten Booten, darauf hauptsächlich junge Männer, die über Malta oder Lampedusa in die EU gelangen wollten. Die Reaktion der EU: Das Budget der europäischen Grenzschutzagentur „Frontex“ wird erhöht. Der Generator wirft einen genaueren Blick auf Frontex und die „Bedrohungslage“, die von Politik und Medien geschaffen wird, auf die seltsame Mischung aus Angst vor und Mitleid mit denen, die Europas Grenzen überwinden wollen. Dazu spricht der Zündfunk mit Karl Kopp von Pro Asyl, dem Frontex-Experten Bernd Kasparek, mit Michele Cercone, Sprecher der EU-Kommissarin Cecila Malmström und begleitet einen deutschen Polizisten bei einem Frontex-Einsatz an der griechisch-türkischen Grenze.

„Wir sind Feinde jeglicher Macht“ – Der russische Anarchist Michail Bakunin

Lust auf Kultur – SWR 2 – 20.11.2008 – 27:34 min.
Titel und Download: Wir sind Feinde jeglicher Macht“ – Der russische Anarchist Michail Bakunin

Beschreibung: Er war mit allen rebellischen Geistern Europas in Verbindung: der russische Anarchist Michail Bakunin (1814 – 1876). Den Freiheitskampf der Polen unterstützte er ebenso wie die Unruhen und Umsturzversuche in Italien, Frankreich und Spanien. Seine revolutionären Aktivitäten in Deutschland hatten Bakunin 1849 zwölf Jahre Kerker und sibirische Verbannung beschert. Als alternder Flüchtling kehrte der russische Adelige nach Europa zurück und entwickelte nun klare Vorstellungen von dem, was seiner Meinung nach dem selbstbestimmten Leben des einzelnen Menschen und ganzer Völker entgegenstand: der Staat, der ohne hierarchisch organisierte Gesellschaft und Gewalt nicht denkbar sei.

Bakunins Gegenentwurf war die Anarchie, soll heißen: Leben ohne Zwang und Gewalt, ohne Ausbeutung, ohne Kontrolle von oben. Im Ringen um Anhängerschaft im linken Europa war Marx sein Antipode, der ihn regelrecht bekämpfte. Bakunins Ideen werden bis heute kritisch diskutiert – auch unter den jungen Anarchisten, die sich jedes Jahr im russischen Heimatdorf des Revolutionärs mit seinen Schriften auseinandersetzen.

Anarchismus anno 2009 – im Gespräch mit Gabriel Kuhn

Widerhall Radio Corax – Radio Corax Halle – 25.9.2009
Titel und Download: Anarchismus anno 2009 – im Gespräch mit Gabriel Kuhn
Beschreibung: Sucht man nach gesellschaftlichen Alternativen zum herrschenden System sind Begriffe wie Sozialismus oder Kommunismus geläufig. Und durch die Umsetzung in der Vergangenheit diskreditiert. Warum taucht da der Anarchismus nicht auf in einer breiteren Diskussion? Wo steht diese Idee zu Beginn des 21. Jahrhunderts?
Radio Corax sprach mit dem Schriftsteller und Philosophen Gabriel Kuhn. Kuhns Arbeiten sind wesentlich vom klassischen Anarchismus und den angloamerikanischen Cultural Studies beeinflusst.

So it goes – Von der Selbstverständlichkeit mit Rechtsextremismus umzugehen

Zündfunk Generator – Bayern 2 – 23.10.2011
Titel: So it goes. Von der Selbstverständlichkeit mit Rechtsextremismus umzugehen
Beschreibung: Ralf Homann nimmt die alljährliche Demonstration der Neonazis in Dresden, zum Anlass die sächsische Hauptstadt und Initiativen in den Neuen Bundesländern zu besuchen. In den neuen Bundesländern setzen sich Mobile Beratungsstellen, kirchliche Gruppen oder Kulturinitiativen für Zivilcourage und gegen Rechtsextremismus ein. Manche ihrer Aktiven kommen aus der Demokratie-Bewegung der Wendezeit oder haben sich bereits mit dem Auftreten der Neonazis in der DDR befasst. Ihre große Erfahrung im Umgang mit autoritären Strukturen und in der Förderung der Demokratie kommt ihnen in ihrer Arbeit heute zu Gute. Seit diesem Jahr jedoch müssen Einrichtungen, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen, eine sogenannte Demokratie-Erklärung unterschreiben. Diese Extremismusklausel erinnert an die DDR, die für ihre Gesinnungsschnüffelei bekannt war. Ralf Homann nimmt die alljährliche Demonstration der Neonazis in Dresden, die größte in Europa, zum Anlass die sächsische Hauptstadt und Initiativen in den neuen Bundesländern zu besuchen. Ein Zündfunk-Generator über die Selbverständlichkeit im Umgang mit Rechtsextremisten.




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